Der PLANETENWEG in der PRESSE


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Aus Ludwigsburger Kreiszeitung vom 20.8.2007

Einer der Standorte am Planetenweg (Archivbild)


Aus Stuttgarter Zeitung vom 2.8.2007

Kunst und Wissenschaft gehen Hand in Hand auf dem Planetenweg

Auf sechs Kilometern einmal durchs Sonnensystem wandern - Wie Studenten ihre Vergangenheit in Planetenskulpturen verarbeitet haben

Marbach statt Mallorca, Enztal statt Engadin - immer mehr Menschen verbringen ihren Sommerurlaub zu Hause. Und daheimbleiben heißt keinesfalls Langeweile. Die „Nah-Tour"-Serie zeigt, wie vielseitig das Freizeitangebot in und um Ludwigsburg ist. Heute, Teil 4: Wissen sammeln auf dem Planetenweg.

Von Jörg Breithut

In knapp einer Stunde durch unser Sonnensystem wandern? Das klingt unmöglich. Doch auf der Strecke zwischen dem Ludwigsburger Favoritepark und dem Bietigheimer Forst schlängelt sich seit nunmehr drei Jahren ein Planetenweg durch eine unberührte Naturlandschaft. Ein Schritt durch Wälder und Wiesen entspricht dabei fast 900000 Kilometern im All. Alle paar Meter stehen in Beton gegossene Skulpturen am Wegesrand. Sie erläutern dem Spaziergänger die verschiedenen Gestirne unseres Planetensystems und symbolisieren deren Namensgeber aus der griechischen Mythologie.
Zusammen mit Kunststudenten hat der mittlerweile emeritierte, sprich altersbedingt entpflichtete Professor Klaus Bushoff die Reliefs der Planeten entworfen. „Das war eine tolle Gelegenheit, da wir kaum Auflagen hatten", sagt der 70-Jährige, der an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg dozierte. Sein Ziel war, so deutlich wie möglich Figuren der griechischen Mythologie wie die Venus oder die Göttin Gaia, Urmutter des Planeten Erde, abzubilden. Auch ein wenig provozieren wollte er. Daher scheute der Professor nicht davor zurück, nackte Körperteile darzustellen. „Mit den abstrakt zusammengesetzten Körperteilen soll die menschliche Vielfalt in der Natur gepriesen werden", sagt Bushoff. Es sei ein schmaler Grat gewesen, die Leute zum Nachdenken zu bewegen, sie aber nicht vor den Kopf zu stoßen.

Bushoff ließ viele Freiräume bei der Gestaltung der Plastiken. Er gab lediglich vor, dass auf der Vorderseite ein positives Relief aus dem Betonblock ragen und auf der Rückseite ein negatives Relief im Stein versenkt sein müsse. „Die Studenten haben einen großen Ehrgeiz entwickelt", sagt der Professor. So habe eine Studentin für die Jupiterstatue nur Körperteile ihrer Exfreunde in Gips gegossen. Leider seien diese jedoch etwas „abgemergelt" gewesen, wodurch der eigentlich eher mächtige Jupiter etwas kleiner wirke. Ein kleiner Zwist entbrannte, als der Kurs die Skulptur der Venus entwarf. „Mehrere Studentinnen wollten den Abdruck ihres Körpers für die Göttin der Liebe zur Verfügung stellen, die auch unter dem Namen Aphrodite bekannt ist."

Die Idee für den künstlerischen Lehrweg lieferten Schüler des Ludwigsburger Goethe-Gymnasiums. Der Entwurf des Planetenwegsgefiel der Grünen Nachbarschaft, die sich um die Erhaltung der regionalen Kulturlandschaften in der Region kümmert. Im Jahr 2004 setzte der von den Kommunen Bietigheim-Bissingen, Freiberg am Neckar, Ingersheim, Ludwigsburg, Remseck und Tamm gegründete Verband die Pläne um. Dafür wählten die Kommunen einen sechs Kilometer langen Weg aus, der vorbeiführt am Ludwigsburger Schloss Monrepos und dem Bietigheimer Brandholzwald. Für die Herstellung der Informationstafeln engagierte die Grüne Nachbarschaft einige Schüler der Berufsschule Bietigheim-Bissingen, die daraufhin die Angaben zu den Gestirnen sowohl in Textform als auch in Blindenschrift auf Schilder pressten.
Einen kleinen Rückschlag mussten die Gründer des Planetenwegs im August vergangenen Jahres hinnehmen: Der Planet Pluto, die neunte Station auf der Strecke, wurde in jenem Monat zum Zwergplaneten zurückgestuft. Seither wird er in unserem Sonnensystem nicht mehr aufgelistet. Man war sich jedoch einig, die Planetenskulptur nicht abzubauen. Laut Bushoff gab es in der Folge einige erboste Briefe von Bürgern, die eine Korrektur des Planetenwegs forderten.

Mit einem weiteren Problem hat die Grüne Nachbarschaft nach wie vor zu kämpfen: Häufig ist der Planetenweg das Ziel von Zerstörern. Informationstafeln werden herausgebrochen und Statuenteile abgeknickt. Das zu verhindern, sei unmöglich, sagt Bushoff. Wäre die Gewalt gegen die Kunst gerichtet, „dann wäre das wenigstens eine Art Echo für uns". Aber daran zweifelt er: „Vandalismus geschieht meist aus Doofheit."

Nahaufnahme: Die Sonnenstation

Gleich zu Beginn der Strecke begegnet der Passant einer Skulpturengruppe, die die Sonne symbolisiert. Eine Kugel aus mehreren Speichen ist vor drei großen Betonquadern im Boden verankert. Die goldfarbene Miniatur der Sonne hat einen Durchmesser von 1,39 Metern, was der maßstabsgetreuen Verkleinerung von eins zu einer Milliarde entspricht. Auf dem mittleren der Betonblöcke hinter der Kugel ist die Sonne als weibliches Wesen dargestellt. Die Stange mit den Sonnensymbolen, die die Hüfte der Figur umrundet, haben Klaus Bushoff und seine Studenten im Baumarkt besorgt. Die Figur selbst besteht aus Gipsabdrücken, die mit einer Goldfarbe patiniert wurden.
Auf der Rückseite der mittleren Steinsäule ist mit einem negativen Relief der griechische Gott Helios abgebildet. „Anstatt auf einem Sonnenwagen steht er hier auf einem Skateboard", so beschreibt Bushoff die Abbildung. Styroporplatten sparten bei der Herstellung die Stellen aus, in die kein Beton fließen sollte. Nachdem der Betonblock getrocknet war, wurde das Styropor ausgebrannt. „Schön finde ich, dass man teilweise noch das verbrannte Material sehen kann", sagt Bushoff. Flankiert wird die Säule von zwei weiteren Plastiken, die mit einer auf- und einer untergehenden Sonne den Abend and den Morgen darstellen.
jbr

Der Planetenweg beginnt in Ludwigsburg-Eglosheim mit der Sonnenskulptur, knapp 200 Meter nördlich des Favoriteparks in der Seeschlossallee. Die S-Bahn-Haltestelle Favoritepark bietet Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel. Der Weg endet nach sechs Kilometern und neun Planetenstationen am südlichen Zipfel des Bietigheimer Forsts mit dem Gestirn Pluto, knapp einen Kilometer westlich von Ingersheim. Der Bahnhof in Bietigheim-Bissingen ist ungefähr zwei Kilometer entfernt. Weitere Informationen im Internet unter www.gruene-nachbar-schaft.de. Telefonische Auskünfte gibt es unter 071 41 / 9 10 20 73.
jbr


Ludwigsburger Kreiszeitung vom 11.11.2006


Stuttgarter Zeitung vom 3.8.2006

Tonnenschwere Bauteile für neue Fußgängerbrücke über die Autobahn 81 zusammengeschweißt Ludwigsburg (mk). Eine 60 Tonnen schwere und 42 Meter lange Stahlkonstruktion ist gestern Vormittag neben der Autobahn 81 bei Ludwigsburg zusammengeschweißt worden. Aus dem Gebilde soll eine neue Fußgängerbrücke am Golfplatz Monrepos entstehen. Gestern hat die vom Regierungspräsidium beauftragte Stahlbaufirma Urfer die zwei Basisteile an die Baustelle liefern lassen und sie miteinander verbunden. Während der Arbeiten war eine Spur der A 81 von 10 bis etwa 14 Uhr gesperrt. Die Endmontage ist erst für September geplant. Die Fußgängerbrücke soll 850 ooo Euro kosten und wird vom Regierungspräsidium finanziert. Anlass für den Neubau ist die Erweiterung des Golfplatzes Monrepos von 9 auf 18 Löcher. Bislang sind die beiden Bereiche der Anlage durch die Autobahn getrennt. Das Regierungspräsidium verwehrt sich gegen Vorwürfe, die Behörde würde mit Steuermitteln ein Prestigeobjekt des Golfclubs finanziell unterstützen. Die Fußgängerbrücke trete an Stelle einer Unterführung, die es bis vor 30 Jahren dort gab. Als die A 8l aber 1976 von vier auf sechs Spuren verbreitert wurde, sei die Unterführung weggefallen. Bis zum Einzug des Möbelhauses Ikea im Tammerfeld hätten Spaziergänger die dortige Überführung nutzen können. „Der Bund ist in der Pflicht, wieder für eine Überführung zu sorgen", heißt es im Regierungspräsidium. Die Überführung sei beileibe nicht nur für Golfer gedacht, sondern komme auch Joggern oder Radfahrern zugute. Weiterer Nebeneffekt des Bauwerks: Wer auf den Pfaden des Planetenwanderwegs der Grünen Nachbarschaft wandern will, kann dies künftig ohne Umwege tun. Denn durch die Brücke werden die bislang getrennten Planetenstandorte der 2005 eingeweihten Anlage miteinander verknüpft.
Foto: weise/factum


Leserbrief in Ludwigsburger Kreiszeitung vom 15.9.2006

Brücke zwischen den Planeten

Veit Froer aus Großbottwar antwortet auf die Kritik von Helmut Goretzky (LKZ, 14. September) an der neuen Brücke über die Autobahn:

Es wäre schön gewesen, wenn Herr Goretzky sich besser erkundigt hätte: Die Fußgängerbrücke über die Autobahn wird von allen astronomisch interessierten Besuchern des Planetenweges zwischen Ludwigsburg/Favoritepark und dem Bietigheimer Forst sehnlichst erwartet. Jetzt kann man den sechs Kilometer langen Weg ablaufen. Er zeigt unser Sonnensystem von der Sonne bis zum Pluto im Maßstab 1 : 1 000 000 000.
Viele Schulklassen aus der näheren und weiteren Umgebung als auch private Wanderer müssen nun nicht mehr den Umweg am Breuningerland nehmen.
Infos über den Wegeverlauf im Internet unter www.planeten-weg-ludwigsburg.de


Bietigheimer Zeitung 11.10.2005


Stuttgarter Zeitung 3.11.2005

Beilstein (red). Eine Wanderung auf dem Planetenweg unternimmt am kommenden Sonntag, 6. November, die Albverein-Orts-gruppe Beilstein. Sie führt von Ludwigsburg aus in den Bietigheimer Forst. Treffpunkt zur gemeinsamen Abfahrt nach Ludwigsburg ist um 13 Uhr auf dem Aldi-Parkplatz in Beilstein. Mit der S-Bahn geht es dann zum Ausgangspunkt der Wanderung, zur S-Bahn-haltestelle Favoritepark, wo die Wanderung um 14 Uhr beginnt. Die Streckenlänge beträgt rund 10,5 Kilometer mit rund 50 Höhenmetern. Die Strecke führt zumeist über befestigte Feld- und Waldwege und kann mit leichten Wanderschuhen begangen werden.

Mit der S-Bahn geht es gegen 17 Uhr zurück nach Ludwigsburg. Dort ist im Sudhaus, einer kleinen Brauerei direkt neben dem Bahnhof, die Schlusseinkehr nach der Wanderung vorgesehen.


Ludwigsburger Kreiszeitung 6.10.2005


Ludwigsburger Kreiszeitung 4.2.2005


Ludwigsburger Kreiszeitung 18.9.2004


Ludwigsburger Kreiszeitung 18.9.2004


Bietigheimer Zeitung 18.9.2004


Bietigheimer Zeitung 18.9.2004


Stuttgarter Nachrichten 18.9.2004


Stuttgarter Zeitung 20.9.2004


Marbacher Zeitung 20.9.2004


Ludwigsburger Kreiszeitung vom Juli 2002

"GOETHE"-Schüler übergeben Planetenweg-Modell

        (red) - Ein Landschafts-Modell des Neckartals mit einem Planetenwanderweg haben Schüler des Goethe-Gymnasiums (Grundkurs Astronomie) an Oberbürgermeister Dr. Christof Eichert übergeben.
Ziel des Weges soll es sein, Jugendlichen und Erwachsenen die Größen- und Abstandsverhältnisse des Sonnensystems begreifbar zu machen. Solche Planetenwege sind in anderen Städten und Gemeinden Anziehungspunkte und führen Besucher aus dem Umkreis in die Stadt.
Mehr im Internet: www.planetenweg-ludwigsburg.de.
Bild: Privat